Sag etwas, denn ich höre dich nicht mehr, sag etwas in der Stille der Wörter. Sag etwas in die Stille hinein, sag etwas, denn schweigend sind wir allein. Nichts verbindet uns ohne das Sprechen. Wir müssen diese Stille brechen, brechen und zerteilen, reden und heilen. Wenn es nichts mehr zu sagen gibt und die Stille über uns siegt, sag mir, macht es dann noch Sinn, ein Mensch zu sein, wie ich bin? In der Stille gibt es nichts zu holen. Wofür habe ich meine Ohren, wenn alles in der Welt schweigt und mein Mund geschlossen bleibt? Wörter sind mächtig, Wörter sind Macht, und das ist es, was uns zu Menschen macht. Macht uns zu dem, was wir sind, was du bist und was ich bin. Es sind nicht die Taten, die zählen, es sind nicht die Wege, die wir gehen. Es sind nicht die Entscheidungen, die wir fällen und nicht das Leben, das wir wählen. Das Zuhören und das Miteinander-Reden, miteinander sein und Beziehungen pflegen, das vertraute Lächeln und das verliebte Ansehen, das wir miteinander pflegen und hegen. Dies ist der Sinn des Lebens, der Sinn der Liebe, des Nehmens und Gebens. Das Miteinander ist der Sinn, weil wir Menschen sind. Also sag etwas, denn ich höre dich nicht mehr. Sag etwas in der Stille der Wörter, sag etwas in die Stille hinein. Sag etwas, denn schweigend sind wir allein. Und ich möchte bei dir sein. Zu zweit sind wir nicht allein. So spreche ich in die Stille hinein, so breche ich die Stille entzwei. Es geht nicht um das Gesagte, sondern um das Sprechen. Es geht darum, die Stille zu brechen.